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Mitteilung für die Presse:
„Hinterhältig, feige und brutal“ kommentierten etliche Beteiligte den nächtlichen Einsatz der Bremer Polizei. Entgegen den vollmundigen Versprechungen Bremer Regierungspolitiker gab es für die Anwohner keinerlei Ankündigungen für das nächtliche Abholzen der Bäume unter Polizeieinsatz. Im Gegenteil waren die Anwohner auch von der Bremer Straßenbahn AG getäuscht worden, die noch am Samstagabend einen durchgehenden Verkehr der Nachtlinien auf Anfrage als Auskunft gegeben hatte.
Den um 4.45 anrückenden Polizeifahrzeugen folgten die Absperr- und Sägetrupps von Bremen „Stadtgrün“, die das makabre politisch gewollte Baumsterben schließlich ausführten. Für das Abschlachten der Bäume hat keinerlei verkehrspolitische Notwendigkeit bestanden: Was soll eine Straßenaufweitung vor einem vorgeblich zu engen Concordia-Tunnel, für dessen Aufweitung 2 – 3 Jahre geplant sind? Zumindest solange hätten die Sägen noch Zeit gehabt…
Die gut 50 wackeren Demonstranten, die mehrere Stunden lang ihr Bestes gaben, um den Bäumen Personenschutz zu geben, wurden von der Polizei in jeweils einzeln ausgerufenen Sperrbezirken von den Bäumen weg gezerrt und ins Abseits gestellt, um für die Sägeeinsätze ausreichend Platz zu schaffen. Auch die von zwei jungen Mitstreitern besetzten Bäume, wofür besonderer Dank auszusprechen ist, sollen inzwischen dem Erdboden gleichgemacht sein. Dabei kam es am Schluss auch zu einer willkürlichen Festnahme, für die noch Augen- und Ohrenzeugen gesucht werden. (Infos Bitte an den Unterzeichner.)Kurz: Ein schwarzer Tag für Bremens Natur und für die politische Kultur!
Mit freundlichen Grüßen Günter Knebel, zurzeit BI-Sprecher
Siehe auch erste Bilder
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