Kurzinformation

Übersicht

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BI-Sprecher zur Zeit:
Günter Knebel
Ludwigsburger Str.22
28215 Bremen
Tel.: 0421-37 45 57
email: knebel-bremen
@t-online.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kontakt zur Zeit:
BI "Keine Stadtautobahn in Bremen"
c/o Günter Knebel, Ludwigsburger Straße 22 28215 Bremen
Telefon: 37 45 57 (privat); 34 40 37 (Büro);
email: knebel-bremen@t-online.de

Spendenkonto:
Sonderkonto
RA Reinhard Pahl
Konto 51 42 10 - 300
Postbank Hannover
BLZ: 250 100 30

 

 

 

 Für eine menschenwürdige Verkehrspolitik:
Keine Lkw-Trasse durch Bremen!

Informationen zur Sache:
kurz & bündig
detaillierter & schlüssig

 Kurz und bündig

 Die Bürgerinitiative "Keine Stadtautobahn durch Bremen!" wurde im Juni 1988 von über 60 BürgerInnen gegründet. Die BI wehrt sich - nicht ohne Erfolg - bis heute gegen eine Verbreiterung der Schwachhauser Heerstraße (SH). Die SH nimmt in ihren bisherigen Abmessungen von 25 - 30 m den vorhandenen Verkehr problemlos auf und lässt ihn staufrei fließen. Die UnterstützerInnen der BürgerInitiative (BI) halten eine Erweiterung des Straßenquerschnitts auf 30 - 37 m deshalb für unnötig. Damit würde die Verkehrsfläche für den Kfz-Verkehr vermehrt, zusätzlicher Verkehr angezogen und die Wohn- und Lebensqualität für StadtbewohnerInnen beeinträchtigt. Die BI-UnterstützerInnen setzen sich - demgegenüber - für eine weiträumig organisierte Vermeidung des Kfz-Verkehrs ein. Sie engagieren sich als BürgerInnen für eine menschen- und umweltgerechte Stadtentwicklung statt der Privilegierung des Autoverkehrs. Eine Politik, die innerstädtische Lebens-(t)räume aufnimmt und entwickelt, wirkt zugleich dem Trend entgegen, der an manchen Stellen als "laut, schmutzig und teuer" empfundenen Stadt Bremen zu entfliehen und zum Wohnen ins Umland zu ziehen.

Die Zahl der - durch Unterschriftslisten ermittelten - UnterstützerInnen  beträgt seit einiger Zeit mehr als 4.000 (viertausend). Dieser Bestand an Adressen lässt sich seit längerer Zeit nicht mehr "privat" verwalten. Denn die Zeit für ehrenamtliche Mitarbeit in der BI wird benötigt, um politisch "am Ball" zu bleiben, Informationsarbeit und Aktionen durchzuführen. Aus finanziellen Gründen können alle UnterstützerInnen nur gelegentlich, z.B. vor besonderen Aktionen, brieflich informiert bzw. eingeladen werden. Wer die BI durch aktive Mitarbeit unterstützen will, kann aber in einen kleineren Verteiler aufgenommen werden, um dann zu den Treffen der Bürgerinitiative schriftlich eingeladen zu werden.

Die Treffen finden zur Zeit jeden zweiten "geraden" Monat statt, in der Regel am zweiten Montagabend von 20.00 h bis 22.00 h.
Ort ist meist die Evangelische Studentengemeinde (ESG), Parkstraße 107, 28209 Bremen.
Einladung und Tagesordnung findet man ein bis zwei Wochen vorher auf der Seite "Aktuell".

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detaillierter & schlüssig

 Nach vielen originellen Protesten (Markierung bedrohter Bäume mit Sägen, Pflanzung eines Baumes als Widerstandssymbol u.v.a.m.) hatte im Jahr 1990 eine Klage gegen die 1988 vorgelegte Ausbauplanung Erfolg: Das Verwaltungsgericht stellte fest, dass diese Planung fehlerhaft sei. Nach eingelegter Revision beim Oberverwaltungsgericht (OVG) Bremen kam es 1991 zu einem Vergleich, der zur Einstellung der damals beabsichtigten Planänderung führte. Wg. gesamtdeutscher Aufgaben, anderer bremischer Prioritäten und der Abkehr der regierenden SPD von Bausünden der 60er/70er Jahre - wie die Zerschneidung alter, gewachsener Stadtteile durch Stadtautobahnbau Mozarttrasse/Rembertiring und Kurfürstenalee - ergab sich während der 90er Jahre ein politisch gewollter Planungsstillstand. Dieser wurde aber durch die 1995 einsetzende große Koalition von SPD und CDU infragegestellt und 1997 seitens des damaligen CDU-Bausenators beendet.

Mit Fortsetzung der "großen Koalition" in einer zweiten Regierungsperiode hat die Stadt Bremen schließlich im Juni 2000 eine neue Ausbauplanung vorgelegt: Diese ist zunächst auf einen ersten Teilabschnitt beschränkt, ein Teilstück von 550 Metern von der Einmündung der Stadtautobahn Kurfürstenallee bis zur Kreuzung Hollerallee/Graf-Moltke-Straße. Das Anfang 2001 eingeleitete Planänderungsverfahren wurde mit dem Planfeststellungsbeschluss vom 22. Juni 2002 abgeschlossen. Eine Klage gegen diesen Beschluss wurde vom OVG Bremen mit Urteil vom 8. Oktober 2002 abgewiesen. Die Bauarbeiten zur Anlage einer vom Kfz-Verkehr separierten, hochgelegten Straßenbahngleise haben am 9. September 2002 begonnen. Der Ausbau des auf um ca. 10 Meter verbreiterten, d.h. auf 32 - 37 Meter ausgedehnten Straßenquerschnitts wurde in der Zeit vom Juli bis Oktober 2003 durchgeführt: Von 18 anliegenden Grundstücken wurden über 500 qm erworben bzw. "kalt enteignet" und eine ehemals prächtige Reihe alter Lindenbäume wurde mutwillig zerstört. (Siehe "Kahlschlag für Mehrverkehr")

Für den weiteren Bauabschnitt, der die Schwachhauser Heerstraße zwischen Hollerallee und Bismarckstraße inklusive Concordia-Tunnel ist das Planänderungsverfahren Anfang November 2003 eingeleitet worden. Das Planänderungsverfahren für den Bereich Dobbenweg, Am Dobben, Rembertiring noch nicht eingeleitet worden. Aus den Planunterlagen für den o.a. ersten Bauabschnitt geht eindeutig hervor, dass es sich um eine Gesamtplanung handelt. Diese wurde auch den zuständigen Trägern kommunaler Belange, den Ortsamtsbeiräten Mitte, östliche Vorstadt und Schwachhausen, am 3. Juli 2000 in einer öffentlichen Versammlung vorgestellt. Die Planung wurde damals einmütig als unnötig abgelehnt, stattdessen wurde ein neues Gesamtkonzept gefordert, das die Vorlage einer "städtebaulich und verkehrlich verträglichen Planung" zum Gegenstand hat. (vgl. dazu BI-Brief vom 26. Januar 2003; Wortlaut des Beschlusses

Die Schwachhauser Heerstraße ist heute rd. 25-30 m breit;  nach neuesten Zählungen -Ende 2003/Anfang 2004 - fahren nur noch etwa 20.000 Kraftfahrzeuge im Abschnitt Hollerallee - Bismarckstraße (werk-)täglich. Lärm, Abgase und Erschütterungen dieser beträchtlichen Verkehrsbelastung werden den Bewohnern im Umfeld dieser innerstädtischen Hauptverkehrsstraße zugemutet. Deshalb sollte VERMEIDUNG des Verkehrs und nicht dessen Vermehrung durch Bereitstellung von zusätzlicher, neuer Verkehrsfläche für den Kfz-Verkehr das Ziel einer menschenwürdigen Stadtentwicklung sein.

Insbesondere muss der beabsichtigte überdimensionierte Ausbau der Straße zugunsten einer Lkw-Trasse verhindert werden. Diese würde die Verbindung zwischen zwei vorhandenen Stadtautobahnen herstellen: Von der  BAB 27 Abfahrt Vahr führen die Stadtautobahnen Richard-Boljahn-Allee und Kurfürstenallee bis zur Schwachhauser Heerstraße. Deren Weiterführung über die Kreuzungen Hollerallee und Bismarckstraße leitet den Verkehr zum Rembertiring. Dort beginnt die Stadtautobahn und Hochstraße Breitenweg, die zum sogenannten Norwest-Knoten führt. Der Nord-West-Knoten ist eine Autobahnhochtrasse, die den Verkehr vom und zum Bremer Westen (Güterverkehrszentrum (GVZ), Häfen, Großmarkt) kommen und gehen lässt und zugleich die Verbindung zu den Bundesautobahnen A 28 (Richtung Oldenburg/Wilhelmshaven) und der Autobahn A 281 herstellt.

 
Quelle: Prospekt des BBV (Bündnis Bremer Verkehrsinitiativen) von 2002

Die Schwachhauser Heerstraße ist eine innerstädtische Hauptverkehrsstraße, die durch einen dichtbesiedelten Stadtteil im Osten der Stadt Bremen führt. Verkehrszählungen des Kfz-Verkehrs - in dem für die Bürgerinitiative relevanten Abschnitt* - ergaben 1988/89 rd. 28.000 KfZ/24 h, nach Zählungen von 1996 33.476 Kfz/24h. Der Lkw-Anteil wird mit ca. 3% angegeben, nach dem geplanten Ausbau (einschließlich des verbreiterten und erhöhten Concordia-Tunnels) sind rd. 4,5% zu erwarten. Legt man die neuesten Prognosezahlen von 2003 für das Jahr 2015 in Höhe von  24.780 Kfz/24h zugrunde, ergeben sich daraus 743 Lkw/24h bzw. 1.115/24h nach dem Tunnelausbau: Das heißt rd. 1 Lkw/2 Minuten ohne und alle 75 Sekunden 1 Lkw, wenn der Concordia-Tunnel aufgeweitet wird und die bisher von der Planung vorgesehenen überdimensionierten Abmessungen der Straße beibehalten werden! Nach Angaben aus den aktuellen Planunterlagen zum zweiten Bauabschnitt, dem 480 m langen Teilstück Hollerallee bis Bismarckstraße sind die Prognosezahlen für den Kfz-Verkehr wie für LKW-Verkehr deutlich rückläufig, ca. 24.780 Kfz pro Tag. Dennoch sollen vier Fahrstreifen à 3,25 m, die für über 40.000 Kfz/24h Verkehrsfläche bieten,  künftig neben dem hochtrassierten Straßenbahngleiskörper verlaufen und zu Mehrverkehr einladen.

1988 hatte die Stadt Bremen eine Planung vorgelegt, mit der die Schwachhauser Heerstraße von ihrem Anfang - an der Kreuzung Bismarckstraße - bis zur Einmündung der Kurfürstenallee vierspurig aufgeweitet werden sollte. Die aus drei Brückenbauwerken bestehende Eisenbahnüberführung beim Concordia-Theater, der sog. Concordia-Tunnel, sollte ebenfalls "erneuert" werden, d.h. die Durchfahrt von jetzt 23,00 m auf 32,50 m verbreitert und die Durchfahrhöhe von jetzt 4,20 m - derzeit aus Sicherheitsgründen abgesenkt auf 3,85 m für gemeinsame Nutzung von ÖPNV und MIV (innere Spur) und 4,00 m für Außenspur - auf  4,50 m erhöht werden. Begründung: Die Separierung des Kfz-Verkehrs vom Öffentlichem Personennahverkehr (ÖPNV) und eine - aus Belastungsgründen vorgeblich nötige - Vermehrung der Verkehrsfläche für den übrigen KfZ-Verkehr. Die Pläne schlossen eine Verbreiterung und die Erhöhung der Durchfahrhöhe  der Eisenbahnüberführung (sog. Concordia-Tunnel) von 4,20 m auf 4,50 m ein.

Gegen diese neue Trassierung der Straße und der Eisenbahnunterführung mit Abmessungen, die einer Stadtautobahn entsprechen, wendet sich die Bürgerinitative. Für mehr Informationen über diese ehrenamtliche Initiative und deren Arbeit( siehe linke Spalte).

 Concordia Tunnel


* Einmündung der Stadtautobahn Kurfürstenallee auf der Höhe des Krankenhauses St. Joseph Stift bis zur Kreuzung Hollerallee/Graf-Moltke-Straße (= 1.Bauabschnitt, Ende November 2003 abgeschlossen). Die Weiterführung der durch Abbiegeverkehr Richtung Stern/Messehallen entlasteten Strecke durch den Concordia-Tunnel bis zum Beginn der Heerstraße an der Kreuzung Bismarckstraße gilt seit Einleitung des Planfeststellungsverfahrens (5.11.2003) als 2. Bauabschnitt. Dessen Belastung liegt "nur" noch bei rund 20.000 Kfz/24h. (Siehe Beiratsbeschluß und -empfehlung)

 

 Bürgerinitiative
Keine Stadtautobahn durch Bremen

Kontakte:
Dr. Gerald Kirchner
Bulthauptstraße 9
28209 Bremen
 
Monika Siems
Schwachhauser Heerstr.46
28209 Bremen
 
Dr. Karl-Detlef Fuchs
Parkstraße 51
28209 Bremen
 
Günter Knebel
Ludwigsburger Str. 22 28215 Bremen
 
Reinhard Pahl
Richard Wagner Str. 40 28209 Bremen
 
Norma Ranke
Schwachhauser
Heerstraße 35
28211 Bremen
 

Spendenkonto:
Sonderkonto R. Pahl
Postbank Hannover
Kto. Nr. 514210 – 300
BLZ 250 100 30


aktualisiert: 29 07 2010 15:47
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